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Normen für Bodenbeläge

Normen für Bodenbeläge helfen dabei, den richtigen Boden für den jeweiligen Zweck auszuwählen. Sie stellen ein Leitsystem zur Orientierung dar und sind insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit am Arbeitsplatz von Bedeutung.

Warum gibt es Normen für Bodenbeläge?

Normen für Bodenbeläge sorgen für Orientierung und erleichtern die Auswahl eines Bodens für einen bestimmten Zweck. Die Einordnung von Böden nach Normen macht es einfach, die verschiedenen Beläge nach spezifischen Eigenschaften zu kategorisieren und sich einen Überblick zu verschaffen. Normen und Regelungen für Bodenbeläge wurden zudem geschaffen, um für Sicherheit am Arbeitsplatz zu sorgen. In bestimmten Bereichen sind Böden nach einer bestimmten Norm oder Verordnung vorgeschrieben, um Rutschsicherheit zu gewährleisten. So lässt sich Unfällen in Betrieben vorbeugen.

Regelungen zur Rutschsicherheit in Deutschland

In Deutschland gibt es verschiedene Regelungen zur Rutschsicherheit in Bezug auf Bodenbeläge, durch deren Einführung sich die Zahl der Unfälle in Betrieben reduziert hat. Für die Prüfung der Rutschsicherheit werden verschiedene Methoden herangezogen, die Bodenbeläge können sowohl vor Ort als auch unter Laborbedingungen getestet werden.

Die Rutschsicherheit oder auch Trittsicherheit resultiert aus den Eigenschaften eines Bodenbelages im Hinblick auf gleitfördernde Stoffe wie Wasser.

Werden Bodenbeläge im Labor auf ihre Rutschsicherheit hin geprüft, so wird die Prüfung gemäß DIN 51130 durchgeführt, indem der jeweilige Belag auf ein Prüfgestell gelegt und mit einem bestimmten Motoröl bestrichen wird. Eine Person führt nun mit genormten Arbeitsschuhen den Rutschtest durch, indem sie den Belag begeht, der währenddessen an der Kante angehoben wird. Die Prüfperson geht auf dem Bodenbelag auf der immer steile werdenden Unterlage auf und ab, bis sie schließlich fällt oder sich spürbar unsicher fühlt. Die Rutschsicherheit des Bodenbelages bemisst sich dann an dem abschließend erreichten Neigungswinkel, unter dem der Boden noch gut begangen werden konnte. Anhand der Gradzahl kann in einer Bewertungstabelle die Rutschsicherheit eingeordnet werden:

Rutschsicherheitswerte R mit Gradzahlen:

R-Wert Gradzahlen
R 9 6° - 10°
R 10 >10° - 19°
R 11 >19° - 27°
R 12 >27° - 35°
R 13 >35°

Nicht nur der Bodenbelag bestimmt schließlich aber die Rutschsicherheit – auch Umwelteinflüsse, die Personen, die den Boden betreten sowie weitere Aspekte müssen letztendlich berücksichtigt werden. Die Einteilung nach Rutschsicherheitswert stellt daher nur eine Orientierung dar, nicht aber die tatsächliche, endgültige Sicherheit des Bodenbelages in seinem praktischen Einsatz.

Normen für Bodenbeläge in der Übersicht

Es existieren verschiedene Normen für Bodenbeläge, die Aufschluss über die Sicherheit und die spezifischen Eigenschaften von Böden gebe, unter anderem:

  • GUV-R181

Hierunter fallen Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz – für Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr.

  • DIN 51130

Diese Norm befasst sich mit der „Prüfung von Bodenbelägen; Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaften; Arbeitsräume und Arbeitsbereiche mit erhöhter Rutschgefahr; Begehungsverfahren; schiefe Ebene“ und findet auch im vorhergehenden Punkt „Regelungen zur Rutschsicherheit in Deutschland“ Anwendung.

  • DIN EN 13501-1

Diese Norm regelt „Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen“ und damit auch von Bodenbelägen.

  • BG-Prüfzertifikat

Hierbei handelt es sich um ein berufsgenossenschaftliches Prüf- und Zertifizierungssystem.

Eigenschaften von Bodenbelägen

Werden Bodenbeläge zum Verlegen in Arbeitsbereichen und Arbeitsräumen ausgewählt, so müssen diese nicht nur ggf. bestimmten Normen und gesetzlichen, arbeitsschutzrechtlichen Regelungen entsprechen – auch spezifische Anforderungen müssen berücksichtigt werden.

Dazu zählen unter anderem folgende Aspekte:

  • Eignung für Nassbereiche
  • Befahrbarkeit des Bodenbelages
  • Chemikalienresistenz
  • ESD-Schutz (antistatisch)
  • Eignung für Innen- bzw. Außenbereich
  • Anti-ermüdende Eigenschaften
  • Ergonomische Eigenschaften
  • Drainage und Belüftung
  • Entflammbarkeit (z.B. schwer entflammbar nach DIN 4102)
  • Antirutsch-Eigenschaften
  • Isolierfunktion
  • DEHP-frei (Weichmacher)
  • Stoßdämpfende Eigenschaften
  • Ölresistenz
  • Kältebeständigkeit
Auch die Waschbarkeit des Bodenbelages, die Möglichkeit des Zuschneidens sowie die Option, den Bodenbelag als Meterware zu beziehen, können die Kaufentscheidung beeinflussen.

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