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Ordnung ist das halbe Leben, das gilt insbesondere für die Werkstatt. Hier ist Chaos besonders kontraproduktiv. Denn ganz gleich, ob Sie Werkzeuge privat oder gewerblich nutzen, ist es wichtig, immer das passende Arbeitsgerät zur Verfügung zu haben. Denn je besser das Lager oder die Werkstatt sortiert ist, desto weniger Zeit benötigen Sie, um das passende Werkzeug zu finden. So sparen Sie täglich Zeit und Nerven. Mit unserem How-to zeigen wir Ihnen, was Sie grundsätzlich beim Aufräumen Ihres Werkzeugs beachten sollten und wie Sie schnell zu einer sinnvollen Lagerorganisation finden.

Werkzeug aufräumen und ordnen – so gehen Sie vor

Bevor Sie mit dem eigentlichen Sortieren des Werkzeugs beginnen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

1. Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihren Werkzeug-Bestand

Um das für Sie richtige Sortiersystem für Ihr Werkzeug zu finden, sollten Sie sich zunächst einen Überblick über alle Werkzeuge und Werkzeugtypen verschaffen, die in Ihrer Werkstatt oder an Ihrer Fertigungsstation vorhanden sind.

Erst wenn Sie einen kompletten Überblick über Ihr Werkzeugsortiment gewonnen haben, wissen Sie, welche Sortier-Systeme in Frage kommen und welche Anschaffungen Sie dazu unter Umständen vornehmen müssen. Möglicherweise fällt Ihnen hierbei sogar ins Auge, dass Sie Werkzeug reinigen oder Werkzeug reparieren und gegebenenfalls sogar austauschen müssen.

2. Sortieren Sie das Werkzeug nach Häufigkeit des Gebrauchs

Im zweiten Schritt stellen Sie die Werkzeuge nach Kategorien zusammen. Sortieren Sie beispielsweise Bohrer, Sägen, Hämmer, Zangen, Schraubenschlüssel etc. übersichtlich auf einer Fläche. Je nach Gewerk können Sie auch eine Kategorie von Hauptwerkzeugen zusammenstellen, die sich griffbereit an der Werkbank befinden und keine besondere Sicherheitsaufbewahrung benötigen.

Für Werkzeuge, die seltener in Gebrauch sind, sollte das Werkzeug dahin sortiert werden, wo es gut zu erreichen ist, aber dennoch nicht in Arbeitsplatznähe aufbewahrt werden muss. Werkzeugzubehör wie Verlängerungen, Spezialaufsätze oder Ersatzteile sollten ebenfalls in Kategorien sortiert und anschließend getrennt aufbewahrt werden. So bietet es sich an, Aufsätze für verschiedene Bohrmaschinen nach Aufsatzgröße geordnet zusammen zu lagern, während Ersatzteile wie Sägeblätter oder Schleifpapier getrennt davon verräumt werden.

3. Lagern Sie Werkzeug getrennt von Zubehör, Schmier- und Reinigungsmitteln

Besonders bei der Aufbewahrung von Reinigungsmitteln und Schmier- bzw. Klebemitteln sollten Sie auf eine Trennung achten, damit es auch in der Hektik nicht zu Verwechslungen kommt. Zudem sollten Sie Chemikalien, die zur Schmierung oder Kühlung von Werkzeugen benötigt werden, unbedingt den Herstellerangaben gemäß aufbewahren.

4. Das Zubehör nicht vergessen

Neben den Werkzeugen gehören zu Ausstattung einer Werkstatt meist auch Besen und Kehrblech, Putzmittel, Mülltüten, Eimer oder Zubehör zum Arbeitsschutz. Auch diese Hilfsmittel sollten Sie sinnvoll sortieren und an einem geeigneten Platz lagern.

Anleitung: Werkzeug sortieren und aufräumen

Nachdem Sie die oben genannten grundlegenden Punkte berücksichtigt haben, kann es losgehen mit dem eigentlichen Sortieren Ihres Werkzeugs. Dabei können Sie selbst kleine Räume hervorragend ausnutzen, indem Sie mit cleveren Aufbewahrungshilfen und Hilfsmitteln für Ordnung sorgen. Unsere Anleitung zeigt, wie es funktioniert.

  1. Werkzeug an Wänden sortieren

    Die Wand direkt hinter der Werkbank kann mit diversen Halterungen ausgestattet werden. Je nach Gewerk lassen sich dort Werkzeuge wie Schraubendreher, Stecheisen oder Zangen an der Wand in Sichthöhe anbringen. Sie sind dort nicht nur bequem zu erreichen, sondern auch gut vor Flüssigkeiten und Verunreinigungen geschützt, die beim Arbeiten mitunter anfallen. Je nach Bedarf lassen sich die Werkzeuge hier sogar nach Bearbeitungsarten wie Sägen, Schrauben oder Bohrer sortieren.

  2. Einen Werkstattwagen nutzen

    Platzieren Sie die täglich oder regelmäßig benötigten Werkzeuge in praktischen mobilen Werkstattwagen, damit Sie diese jederzeit zur Hand haben. Der Werkstattwagen ist mit verschiedenen Schubladen und Fächern ausgestattet, sodass Sie darin Ihre Werkzeug-Grundausstattung, aber auch Zubehör und Kleinteile bündeln können. Mobile Werkstattwagen mit kleiner Arbeitsfläche können außerdem zum Einsatzort gerollt werden, sodass Sie beispielsweise direkt neben einem zu reparierenden Pkw oder einer Maschine arbeiten können.

  3. Werkzeug in Schränken und Regalen sortieren

    Ihre Elektrowerkzeuge und seltener benötigtes Zubehör lassen sich in robusten Werkzeugschränken oder Regalen aufbewahren. Schränke bieten außerdem ausreichenden Schutz für empfindliche Geräte, weil sie dort vor Staub oder Flüssigkeiten geschützt gelagert werden. Auch empfindliche Messgeräte sollten idealerweise in einen Gerätekoffer eingeordnet innerhalb eines geschlossenen Schranks aufbewahrt werden.

  4. Werkzeug-Umverpackung nutzen

    Vor allem Werkzeuge, die Sie in Sets erwerben, kommen meist schon herstellerseitig mit den passenden Sortierlösungen: So können Sie Elektro-Werkzeuge wie Akkuschrauber oder Schlagbohrmaschinen idealerweise in den Originalkoffern aufbewahren. Auch die zugehörigen Bohrer können Sie dort einsortieren. Bit-Sets hingegen sind häufig in praktischen Kästen mit passenden Filzlagern erhältlich, die das Werkzeug inklusive Zubehör stoß- und kratzfest sortieren und lagern.

  5. Sortierkästen für Werkzeugkleinteile

    Sehr kleinteiliges Werkzeug wie Schrauben, Dübel, Muttern oder Unterlegscheiben lassen sich perfekt in WerkzeugkofferKleinteilelager oder Einsätze für Schubladen sortieren, die über entsprechende abgetrennte Fächer verfügen. Hier erreichen Sie nicht nur alles benötigte Zubehör schnell und ohne langes Suchen, sondern sehen auch auf einen Blick, wenn bestimmtes Zubehör nachbestellt werden muss.

Don’ts beim Werkzeugsortieren

Handwerker hängt Werkzeug an der Wand auf

Damit Ihr Werkzeug sicher, sauber und einsatzbereit ist, sollten Sie folgende Punkte beim Sortieren von Werkzeug vermeiden:

  • Defektes Werkzeug lagern: Defektes oder nicht mehr voll funktionstüchtiges Werkzeug stellt für Sie und Ihre Mitarbeiter ein Sicherheitsrisiko dar. Bewahren Sie es nicht am üblichen Platz auf! Ist in Ihrer Werkstatt kein zusätzlicher Platz für reparaturbedürftiges Werkzeug vorhanden, sollten Sie es zumindest als defekt kennzeichnen.
  • Verschmutztes Werkzeug wegsortieren: Lagern Sie Werkzeuge, an denen noch Öl oder Schmutz vom letzten Einsatz kleben, riskieren Sie, die Lebenszeit und Funktionstüchtigkeit des Werkzeugs durch Rost und Schädigung empfindlicher Bauteile zu schmälern. Vor jeder Einlagerung sollte das Werkzeug also immer gründlich gereinigt werden.
  • Unvollständiges Werkzeug aufbewahren: Fehlen bei bestimmten Werkzeugen wichtige Zubehörteile oder ist das Werkzeug anderweitig durch Unvollständigkeit nicht sofort einsatzbereit, sollte es nicht in Ihr jeweiliges System einsortiert werden. Dadurch wird nur wertvoller Platz weggenommen und Zeit beim Suchen nach dem richtigen Zubehör verschwendet.

FAQ zum Thema Werkzeug sortieren

Wie kann ich Werkzeug sinnvoll aufräumen?

Bevor Sie mit dem eigentlichen Werkzeugsortieren beginnen, verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick: Welche Arbeitsgeräte nutzen Sie regelmäßig? Welche sind wichtig, welche brauchen Sie weniger häufig? Ordnen Sie Ihre Utensilien nach Häufigkeit des Gebrauchs und nach Einsatz.

Was sollte ich beim Werkzeug sortieren vermeiden?

Achten Sie darauf, defektes Werkzeug separat zu lagern – ist das nicht möglich, bringen Sie eine Kennzeichnung an.
Räumen Sie Werkzeug nicht in die Nähe von Chemikalien, Ölen oder Schmierstoffen. Bewahren Sie es an einem gut erreichbaren, trockenen und geschützten Ort auf.
Sind Ihre Gerätschaften verschmutzt, sollten Sie sie zunächst reinigen und dann fachgerecht wegsortieren.

Welches Zubehör ist geeignet, um Werkzeug zu sortieren?

Nutzen Sie sinnvolle Aufbewahrungsmöglichkeiten, z. B. Wandhalterungen, mobile Werkstattwagen, Schubladen oder Kleinteilelager. Auch Originalverpackungen vom Hersteller eignen sich, um beispielsweise Bohrer zu sortieren oder Akkuschrauber zu lagern.

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