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Wenn der Akkuschrauber nicht mehr die gewohnte Leistung bringt oder in einem Bit-Satz fünf von zehn Bits fehlen, sollten Sie handeln. Nicht mehr voll funktionsfähiges Werkzeug erschwert die Arbeit und kann sogar zur Gefahr werden: Kurzschlüsse oder Verletzungen in der Werkstatt gehen nicht selten auf mangelhafte Werkzeuge zurück. Lesen Sie hier, wie Sie bei der Werkzeug-Reparatur gezielt und systematisch vorgehen, um Schäden oder Mängel an Ihrem Werkzeug zu beseitigen.

1.      Werkzeug-Reparatur vorbereiten: schadhafte Geräte separieren

Elektrowerkzeuge wie Akkuschrauber, Bohrer oder Handkreissägen stellen eine besonders große Gefahr dar, wenn sie funktionsuntüchtig sind, denn Sie können durch Kabelbruch oder einen defekten Akku Brände auslösen. Aber auch mangelhaftes mechanisches Werkzeug gefährdet Sie und Ihre Mitarbeiter. Deshalb gilt: Sobald Sie einen Mangel bemerken, entfernen Sie das Werkzeug aus dem Arbeitsbereich. Stellen Sie dabei sicher, dass das Gerät als defekt zu erkennen ist, damit es auch in Ihrer Abwesenheit nicht in Betrieb genommen wird.

Tipp: Vereinbaren Sie einen festen Ort, an dem Werkzeug für die Instandsetzung aufbewahrt wird oder schaffen Sie eine eigens für die Werkzeug-Reparatur vorgesehene Aufbewahrungslösung an.

2.      Werkzeug-Reparatur beginnen: den Fehler finden

Wenn Sie bereits wissen, warum Ihr Werkzeug nicht funktioniert, oder wenn Sie es aufgrund fehlender Zubehörteile aussortiert haben, überspringen Sie diesen Schritt. Oft lässt sich im ersten Moment aber nicht genau sagen, warum ein Werkzeug nicht mehr einwandfrei funktionstüchtig ist. In einem solchen Fall beginnen Sie die Werkzeug-Reparatur mit der Fehlersuche.

Schauen Sie sich das Werkzeug genau an: Stellen Sie sichtbare Mängel wie ein beschädigtes Kabel oder einen Bruch fest? Rufen Sie sich gegebenenfalls in Erinnerung, in welcher Situation das Problem aufgetreten ist und wie es sich ausgewirkt hat.

Wenn es sich um ein Elektrowerkzeug handelt: Suchen Sie in der technischen Dokumentation, die vom Hersteller mitgeliefert wird, gezielt nach Ihrem Problem. Die häufigsten Fehlerquellen, mögliche Schäden und ihre Ursachen sind dort genauso aufgeführt wie Hinweise zur Problemlösung.

Tipp: Ihnen liegen diese Unterlagen nicht vor? Meist finden Sie im Internet auf den Seiten des Herstellers Reparaturanleitungen zum Herunterladen. Geben Sie bei der Suche auf der Internetseite die Bezeichnung und Nummer des Werkzeugs ein.

3.      Entscheiden, ob Sie das Werkzeug selbst reparieren können

Wenn Sie die Fehlerquelle gefunden haben bzw. das Problem eingrenzen konnten, müssen Sie entscheiden, ob Sie das Werkzeug selbst reparieren können und wollen. Bei dieser Frage geht es aber nicht nur um Ihre Erfahrung im Bereich Werkzeug-Reparatur. Bedenken Sie, dass bei einer selbst vorgenommenen Reparatur oft die Garantie auf das Produkt verfällt.

Prüfen Sie daher zunächst, ob für das Produkt noch eine Herstellergarantie besteht. Nicht zuletzt sollten Sie sich vergewissern, ob Sie über das benötigte Werkzeug und Ersatzteile verfügen oder ob Sie dieses zunächst anschaffen müssen. Hier sind zusätzlich der Zeitaufwand und die Kosten in die Überlegungen miteinzubeziehen.

Einige Werkzeuge dürfen unter Umständen sogar nur von qualifiziertem Fachpersonal bzw. einer Fachfirma repariert werden. Das betrifft vor allem Elektro-Werkzeuge wie etwa Schlagbohrer oder auch elektrische Mess- und Prüfgeräte.

4.      Werkzeug-Ersatzteile und Zubehör beschaffen

Sie haben sich dafür entschieden, das Werkzeug selbst zu reparieren, aber dafür fehlen Ihnen noch die nötigen Ersatzteile? Dann bereiten Sie Ihren Einkauf oder Ihre Bestellung gewissenhaft vor, damit Sie keine für Ihr Werkzeug unpassenden Teile beziehen.

Informieren Sie sich erst, ob der Hersteller Ihres Geräts einen Ersatzteilservice anbietet. Mit Original-Ersatzteilen von hoher Qualität können Sie nichts falsch machen. Besteht dieser Service nicht, lassen Sie sich im Fachhandel beraten oder lesen Sie sorgfältig die Produktbeschreibung des Ersatzteils. So stellen Sie sicher, dass das Teil mit Ihrem Werkzeug kompatibel ist. Erst dann tätigen Sie den Einkauf oder die Bestellung.

Wenn es sich um einfache Werkzeug-Ersatzteile und gängiges Zubehör handelt, werden Sie in den meisten Baumärkten fündig. Bits und Steckschlüsselsätze zur Werkzeug-Reparatur finden Sie im Jungheinrich PROFISHOP.

5.      Reparaturservice kontaktieren

Wenn es sich um eine komplexere Werkzeug-Reparatur handelt oder Sie nicht über die notwendige Erfahrung verfügen, sollten Sie sich an einen Reparaturservice wenden und das Gerät zur Reparatur einschicken. Entscheiden Sie, ob Sie den Reparaturservice des Herstellers oder einen unabhängigen Anbieter beauftragen möchten. Nimmt der Hersteller die Instandsetzung vor, können Sie sich auf eine hohe Qualität und den Erhalt der Garantie verlassen. Wenn die Produktgarantie bereits abgelaufen ist, können Sie bei einem unabhängigen Service Kosten sparen.

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