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Auffangwanne aus Kunststoff für die Lagerung von Gefahrstoffen

Zusammengefasst: Darauf sollten Sie beim Kauf einer Auffangwanne aus Kunststoff achten

  • Gefahrstoffeignung: Die Auffangwanne aus Kunststoff muss hinsichtlich ihrer Eigenschaften zum zu lagernden Gefahrstoff passen. Wir bieten daher Wannen aus verschiedenen Kunststoffen an.
  • Auffangvolumen: Die AwSV schreibt u. a. für Auffangwannen aus Kunststoff Mindestanforderungen an das Auffangvolumen vor. Dieses richtet sich nach dem Volumen der gelagerten Gebinde.
  • Funktion: Kunststoff-Auffangwannen sind in großer Modellvielfalt erhältlich. Die einzelnen Varianten unterscheiden sich u. a. in ihrer spezifischen Funktion.

Eine Auffangwanne aus Kunststoff ist die richtige Wahl, wenn Sie Gefahrstoffe wie Säuren, Laugen oder Öle in Gebinden sicher lagern und beim Ein- oder Umfüllen auffangen möchten.

Unsere langlebigen Auffangwannen aus Kunststoff sind aus Polyethylen (PE) oder einem speziell verdichteten Polymer – dem „High-Density-Polyethylen“ (PE-HD) – hergestellt. Je nach Einsatzbereich sind im Sortiment außerdem Wannen aus PVC, LDPE sowie glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) erhältlich.

1. Diese Vorteile bieten Auffangwannen aus Kunststoff

  • Im Unterschied zu Auffangwannen aus Stahl sind Auffangwannen aus Kunststoff für chemisch aggressive Stoffe geeignet und gegenüber polaren Lösungsmitteln beständig: Problemlos lassen sich Säuren und Laugen, aber auch Alkohole und Öle in ihnen auffangen. PE-HD-Auffangwannen sind zudem gegenüber Benzin beständig.
  • Da eine Auffangwanne aus Kunststoff korrosionsfrei ist, können Sie Gefahrstoffe sicher über einen längeren Zeitraum aufbewahren.
  • Zudem können Sie eine Kunststoff-Auffangwanne mit direktem Bodenkontakt aufstellen: Eine bei Auffangwannen aus Stahl unter Umständen notwendige Prüf- und Protokollpflicht gemäß StawaR (Stahlwannen-Richtlinie) entfällt.
  • Darüber hinaus erweisen sich Kunststoff-Auffangwannen als besonders leichtgewichtig. Von dem Gewichtsvorteil profitieren auch Logistikabteilungen: Eine Kunststoff-Auffangwanne ist bei gleichem Aufnahmevolumen um ca. 50 % leichter als vergleichbare Stahlmodelle – eine 60-Liter-Kunststoffwanne wiegt typischerweise nur 5 bis 6 kg.

2. Auffangwanne aus Kunststoff passend zum gelagerten Gefahrstoff wählen

Nicht jede Auffangwanne aus Kunststoff ist für jeden Gefahrstoff gleich gut geeignet. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die in unserem Sortiment verfügbaren Kunststofftypen, ihre Eigenschaften und ihre Eignung für bestimmte Gefahrstoffe:

Kunststofftyp technische Eigenschaften geeignet für (Auswahl)
PE (Polyethylen)
  • Temperaturbeständigkeit: ca. −30 °C bis +60 °C
  • leicht
  • korrosionsbeständig
  • UV-beständig (je nach Modell)
  • für Innen- und Außeneinsatz geeignet
  • Säuren
  • Laugen
  • Alkohole
  • Öle
  • wässrige Lösungen
PE-HD / HDPE (High-Density-Polyethylen)
  • Temperaturbeständigkeit: ca. −30 °C bis +60 °C
  • höhere Steifigkeit und Druckfestigkeit als Standard-PE
  • beständig gegenüber polaren Lösungsmitteln und Benzin
  • Säuren
  • Laugen
  • Alkohole
  • Öle
  • Benzin
  • Kraftstoffe
LDPE (Low-Density-Polyethylen)
  • Temperaturbeständigkeit: ca. −40 °C bis +70 °C
  • flexibler als PE-HD
  • gute chemische Beständigkeit
  • leicht
  • Säuren
  • Laugen
  • Alkohole
  • wässrige Chemikalien
PVC (Polyvinylchlorid)
  • Temperaturbeständigkeit: ca. 0 °C bis +60 °C
  • hohe Beständigkeit gegenüber aggressiven Chemikalien
  • flexibel (als beschichtetes Gewebe bei Faltwannen)
  • schwer entflammbar
  • Öle
  • Säuren
  • Laugen
  • aggressive Chemikalien
GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff)
  • Temperaturbeständigkeit: ca. −20 °C bis +80 °C
  • sehr hohe mechanische Festigkeit und Tragkraft
  • beständig gegenüber einer Vielzahl aggressiver Medien
  • aggressive Säuren und Laugen
  • Lösungsmittel

Beachten Sie unbedingt, dass eine PE-Auffangwanne oder ein Modell aus HDPE entflammbar ist. Die Wannen sind chemisch beständig gegen diese Stoffe und können sie im Notfall auffangen. Aufgrund ihrer Entflammbarkeit sind sie aber nicht für die dauerhafte Aufnahme und Lagerung entzündlicher Substanzen geeignet.

Kleingebindewanne pro-line aus PE

3. Das nötige Auffangvolumen für jede Auffangwanne aus Kunststoff bestimmen

Die „Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ (AwSV) bestimmt, dass das Rückhaltevolumen mindestens 10 % des Gesamtvolumens der gelagerten Stoffe betragen muss, mindestens jedoch dem Volumen des größten Einzelgebindes entsprechen muss – maßgeblich ist stets der größere der beiden Werte.

Verschärfte Bedingungen für die Aufnahmekapazität gelten in Wasserschutzgebieten: Je nach Gefährdungsstufe und behördlicher Anordnung kann eine Rückhaltung von bis zu 100 % des Gesamtvolumens vorgeschrieben werden.

Anhand zweier Beispiele sehen Sie, wie die nötige Aufnahmekapazität der Auffangwanne aus Kunststoff für beide Fälle einfach ermittelt werden kann:

Lagerort Lagerung außerhalb von Wasserschutzgebieten Lagerung in Wasserschutzgebieten
Beispiel

60-l-Behälter mit Öl auf einer Auffangwanne aus Kunststoff

vier Gebinde zu je 50 l

Mindestkapazität

10 % der Gesamtmenge von 60 l entsprächen 6 l Aufnahmekapazität

100 % der Gesamtmenge:

4 x 50 l = 200 l

Aufnahmekapazität nach größtem Gebinde

größtes Gebinde auf der Wanne fasst jedoch 60 l und ist damit der größere Wert

-

Korrektes Auffangvolumen gemäß AwSV

Die Kunststoff-Auffangwanne muss mindestens 60 l Flüssigkeit aufnehmen können.

Die Auffangwanne aus Kunststoff muss 200 l, also das Gesamtvolumen aller vier Gebinde, aufnehmen können.

Neben dem Fassungsvermögen spielt auch die Höhe der Kunststoffwanne eine entscheidende Rolle: Um eine ausreichende Belüftung zu gewährleisten und die Bildung explosionsfähiger Atmosphären (insbesondere bei entzündlichen Gefahrstoffen) zu verhindern, sollte die Wannenhöhe in der Praxis 500 mm nicht überschreiten. Verbindliche Vorgaben können je nach Anwendungsfall und Gefahrstoff abweichen.

Bei der Lagerung von Stoffen mit niedrigem Flammpunkt oder hoher Verdunstungsrate kann der Einbau einer technischen Belüftungsanlage nötig sein, um die gesetzlichen Sicherheitsvorgaben einzuhalten. So schreibt etwa die TRGS 510 „Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern“ vor, dass bei der Lagerung von entzündbaren Flüssigkeiten eine ausreichend dimensionierte Lüftung sichergestellt werden muss. Gase und Dämpfe müssen effektiv abgesaugt werden können, um die Bildung gefährlicher Atmosphären zu verhindern.

4. Auffangwanne aus Kunststoff nach Typ auswählen

Bei Jungheinrich PROFISHOP kaufen Sie eine Vielzahl an Auffangwannen aus Kunststoff. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich in ihrem Auffangvolumen, in der Form und Rahmenhöhe sowie in ihrer spezifischen Funktion. Neben Klein- und Großgebinde-Wannen sind auch robuste Ausführungen für IBC-Container verfügbar.

Kunststoffwannen-Typ Eigenschaften
KleingebindewanneKleingebindewanne aus PE, schwarz
  • stapelbare PE-Auffangwanne (je nach Modell ineinander oder aufeinander stapelbar)
  • optimal für kleinere Gefahrstoffbehälter wie Sicherheitsbehälter oder Bottiche
  • einige Modelle mit Ablauf erhältlich
GebindewanneAuffangwanne CEMO Euro-PE, Sockelfüße
  • stabile PE-Auffangwanne für bis zu vier 200-l-Fässer
  • PE-HD-Wanne auch für Benzinfässer geeignet
  • optional ist die Auffangwanne aus Kunststoff mit Ablauf erhältlich
Mobile AuffangwanneAuffangwanne für 60-Liter-Gebinde, verfahrbar
  • Mobile Auffangwanne aus Kunststoff mit Gitterrost, Schiebebügel und Rädern oder Rollen
  • kann gezogen oder geschoben werden
RegalwanneRegalbodenwanne aus PE, unterfahrbar
  • universell einsetzbar
  • überwiegend aus Polyethylen (PE) oder LDPE hergestellt
  • Regalwanne kann in Regalfächer eingeschoben oder befestigt werden
  • auch als Flachwanne verwendbar
IBC-StationIBC-Station asecos® aus PE, Auffangvolumen 1.000 Liter
  • auslaufsichere Lagerung von ein oder zwei IBC
  • mit integrierter Abstellfläche
  • hohe Beständigkeit
  • robust und tragfähig
  • bauaufsichtliche Zulassung des DIBt
Auffangwanne für FlurförderzeugeRegalbodenwanne asecos® aus PE, für Fassregale
  • Auffangwanne aus Kunststoff mit Staplertaschen für Gabelzinken
  • Auffangwannen mit Sockelfüßen: mehrseitig unterfahrbar, lassen sich bei Nichtgebrauch stapeln
  • für den Einsatz mit Hochhubwagen und Hubwagen geeignet
FaltwanneJustrite Faltwanne QuickBerm® Plus
  • faltbare Auffangwanne aus Kunststoff, die flach ausgebreitet wird (mit PVC beschichtetes Gewebe)
  • hochbelastbar und stabil
  • befahrbar
  • witterungs- und UV-beständig
  • bei der Dekontamination in Landwirtschafts- oder Lebensmittelbetrieben einsetzbar
PalettenwanneAuffangwanne CEMO Euro-PE, Kufen
  • genormte Auffangwannen, die exakt auf eine Euro-Palette passen
  • Modelle mit Stützfüßen oder Kufen erhältlich
Notfall-AuffangvorrichtungenJustrite® Leckage-Auffangplane
  • Leckage-Auffangplanen und Pop-up-Notfallwannen
  • zum schnellen Auffangen von Flüssigkeiten aus schadhaften Fässern, Rohren, Maschinen oder unter Dächern
  • Modelle und Materialien für einfache Wasserleckagen sowie für Gefahrstoffe erhältlich

5. FAQ zu Auffangwannen aus Kunststoff

Eine Auffangwanne aus Kunststoff ist immer dann die richtige Wahl, wenn chemisch aggressive Flüssigkeiten wie Säuren, Laugen, Alkohole oder Öle sicher aufgefangen werden müssen.

Da Kunststoff – insbesondere PE und PE-HD – korrosionsbeständig ist, eignen sich diese Wannen für Stoffe, die Auffangwannen aus Stahl angreifen würden.

Darüber hinaus empfehlen sich Kunststoffwannen überall dort, wo Gewicht eine Rolle spielt, da sie bei gleichem Volumen deutlich leichter sind als Stahlmodelle. Auch wenn kein direkter Bodenkontakt vermieden werden muss oder keine StawaR-Prüfpflicht gewünscht ist, bieten Kunststoffwannen klare Vorteile.

Der wesentliche Unterschied zwischen Auffangwannen aus Kunststoff und Modellen aus Stahl liegt in der Materialbeständigkeit und den daraus folgenden Einsatzmöglichkeiten.

  • Auffangwannen aus Stahl sind robust und für hohe Traglasten geeignet, korrodieren jedoch bei Kontakt mit Säuren, Laugen oder anderen aggressiven Chemikalien. Stahlwannen sind in der Regel nicht entflammbar und daher besser für die dauerhafte Lagerung entzündlicher Stoffe geeignet.
  • Kunststoffwannen aus PE oder PE-HD sind gegenüber Säuren, Laugen und anderen aggressiven Chemikalien beständig und daher für ein breiteres Spektrum an Gefahrstoffen einsetzbar.
  • Auffangwannen aus Kunststoff sind zudem deutlich leichter (bei 60 Litern typischerweise nur 5 bis 6 kg), können mit direktem Bodenkontakt aufgestellt werden und unterliegen nicht der Prüf- und Protokollpflicht gemäß StawaR, die für Stahlwannen gilt.

Der Einsatz von Auffangwannen aus Kunststoff wird durch mehrere Regelwerke bestimmt. Die wichtigsten sind:

  • die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)
  • das WHG (Wasserhaushaltsgesetz) als übergeordnetes Gesetz zur AwSV
  • die TRGS 510 „Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern"
  • EN 13736 (Sicherheitsanforderungen für Auffangwannen aus Kunststoff)
  • BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung)