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Lenkrollen mit Rückenloch: So finden Sie die richtigen

Zusammengefasst: Darauf sollten Sie beim Kauf von Lenkrollen mit Rückenloch achten

  • Ausführung: Lenkrollen mit Rückenloch sind als Standard-, Hebe- oder Kompaktrollen erhältlich und müssen nach Einsatzzweck und Bauhöhenanforderung ausgewählt werden.
  • Tragfähigkeit: Stimmen Sie die Belastbarkeit der jeweiligen Lenkrolle mit Rückenloch auf das tatsächliche Transportgewicht ab. Wir führen Modelle mit einer Tragfähigkeit bis 750 kg.
  • Laufbelag: Der Laufbelag hat maßgeblichen Einfluss auf das Verschleißverhalten, den Rollwiderstand, die Geräuschemission und die Bodenverträglichkeit der jeweiligen Rückenloch-Lenkrolle.
  • Abmessungen: Um das gewünschte Fahrverhalten und den optimalen Rollwiderstand zu erreichen, sind Radbreite und Raddurchmesser der Lenkrollen mit Rückenloch entscheidend.

Unsere Lenkrollen mit Rückenloch sind spezialisierte Transportrollen mit integriertem Drehkranz, die im Gegensatz zu Bockrollen eine vollständige 360°-Schwenkbewegung ermöglichen und durch ihre platzsparende Befestigungsmethode überzeugen.

Der namensgebende Gewindebolzen wird direkt in eine werksseitig vorbereitete Gewindeaufnahme des Transportgeräts eingeschraubt – ohne sichtbare Montageplatte. Diese konstruktive Besonderheit macht jede Rückenloch-Lenkrolle zur optimalen Lösung für Anwendungen mit strengen Bauhöhenanforderungen. Im Gegensatz zu Lenkrollen mit Anschraubplatte, bei denen die Last optimaler verteilt wird, ist die Punktbelastung bei Lenkrollen mit Rückenloch höher, sodass sie über eine geringere Gesamttragfähigkeit als Modelle mit Montageplatte verfügen.

Bei Jungheinrich PROFISHOP finden Sie ein umfassendes Sortiment an Lenkrollen mit Rückenloch mit Tragfähigkeiten bis 750 kg, diversen Durchmessern und Breiten sowie unterschiedlichen Laufbelägen – wahlweise als Lenkrollen mit Rückenloch mit oder ohne Feststeller. Für ESD-Umgebungen finden Sie bei uns zudem elektrisch leitfähige Varianten.

Bitte beachten Sie: Die sichere Funktion von Lenkrollen mit Rückenloch setzt eine werksseitig präzise gefertigte Gewindeaufnahme voraus. Achten Sie darauf, dass die Gewindegröße exakt zum Befestigungsbolzen der Rolle passt und die Aufnahme eine ausreichende Einschraubtiefe bietet.

1. Lenkrolle mit Rückenloch als Standardrolle, Heberolle oder Kompaktrolle wählen

Wie bei allen Transportrollen ist auch bei Lenkrollen mit Rückenloch die Wahl der richtigen Rollenausführung maßgeblich für den Einsatz und die Effizienz der Transportgeräte. In unserem Sortiment unterscheiden wir zwischen drei Haupttypen von Lenkrollen mit Rückenloch, die jeweils spezifische Einsatzszenarien optimal abdecken.

Ausführung Konstruktion Einsatzbereich
Standard-Lenkrolle
  • konventionelle Gabelkonstruktion
  • ausgewogene Dimensionierung mit verschiedenen Breiten und Durchmessern
  • belastbar bis 300 kg
  • vielseitig einsetzbar für Transportwagen aller Art, Apparate und Maschinen
Heberolle
  • spezielle Hebekonstruktion
  • verstärkter Drehkranz
  • robuste Gabelausführung
  • erhöhte Materialstärken
  • erhöhte Tragfähigkeit bis 750 kg
  • für zyklische Belastungen und wiederholte Hebezyklen ausgelegt
  • Anwendung u. a. mit Hebebühnen, Positioniersystemen, mobilen Hebeplattformen
  • für Hub- und Positionieraufgaben mit präzisem Absetzen
Kompaktrolle
  • extrem flache Bauweise
  • reduzierte Komponenten
  • optimierte Materialstärken
  • Tragfähigkeit bis 120 kg
  • optimal für unterfahrbare Systeme, niedrige Arbeitsplattformen, Palettenwagen mit geringer Bauhöhe
  • für Produktionsumgebungen mit begrenzten vertikalen Spielräumen

2. Den Laufbelag passend zu Ihren Umgebungsbedingungen berücksichtigen

Der Laufbelag der Lenkrollen mit Rückenloch hat maßgeblichen Einfluss auf das Verschleißverhalten, den Rollwiderstand, die Geräuschemission und die Bodenverträglichkeit der jeweiligen Rückenloch-Lenkrolle.

Bei uns wählen Sie aus den folgenden Laufbelag-Materialien:

Laufbelag Allgemeine Eigenschaften Medienbeständigkeit Temperaturbeständigkeit
Polyurethan / ESD-Rollen
  • geringer Anfahr- und Rollwiderstand
  • hochbelastbar
  • bodenschonend
  • widerständig gegen Schnitte
  • verschleißarm
  • in Ausführung mit elektrisch leitfähigem Lager für ESD-Umgebungen geeignet

Beständig gegen:

  • Wasser
  • Öle & Fette
  • Alkohole
  • Schwache Laugen
  • Salzlösungen

Bedingt beständig gegen:

  • Schwache Säuren

Nicht beständig gegen:

  • Starke Säuren
  • Ketone (Aceton)
  • Aromatische Lösungsmittel

–10 °C bis +80 °C

Polyamid / Nylon
  • optimal für glatte, ebene Böden
  • geringer Rollwiderstand
  • lange Lebensdauer
  • robust und bruchsicher
  • hohe Tragfähigkeit
  • relativ lauter Lauf

Beständig gegen:

  • Wasser
  • Öle & Fette
  • Alkohole
  • Schwache Laugen
  • Schwache Säuren
  • Salzlösungen

Bedingt beständig gegen:

  • Ketone (Aceton)

Nicht beständig gegen:

  • Starke Säuren
  • Aromatische Lösungsmittel

–40 °C bis +90 °C

Polypropylen (PP)
  • optimal für glatte, ebene Böden
  • geringer Anfahr- und Rollwiderstand
  • mittlere Tragfähigkeit
  • relativ lauter Lauf

Beständig gegen:

  • Wasser
  • Öle & Fette
  • Alkohole
  • Schwache Laugen
  • Schwache Säuren
  • Salzlösungen

Bedingt beständig gegen:

  • Aromatische Lösungsmittel

Nicht beständig gegen:

  • Starke Säuren
  • Ketone (Aceton)

–20 °C bis +80 °C

Thermoplastisches Elastomer (TPE) / Thermoplastisches Gummi
  • optimal bei empfindlichen Untergründen
  • sehr geringer Anfahr- und Rollwiderstand
  • hohe Laufruhe auf ebenen Böden
  • nicht kreidend
  • mittlere Tragfähigkeit

Beständig gegen:

  • Wasser
  • Schwache Laugen
  • Salzlösungen

Bedingt beständig gegen:

  • Schwache Säuren
  • Öle & Fette
  • Alkohole

Nicht beständig gegen:

  • Starke Säuren
  • Ketone (Aceton)
  • Aromatische Lösungsmittel

–30 °C bis +90 °C

Vollgummi
  • für unebene Böden geeignet
  • hohe Laufruhe
  • bodenschonend
  • hohe Tragfähigkeit
  • kreidend

Beständig gegen:

  • Wasser
  • Öle & Fette
  • Alkohole
  • Schwache Laugen
  • Schwache Säuren
  • Salzlösungen

Nicht beständig gegen:

  • Starke Säuren
  • Ketone (Aceton)
  • Aromatische Lösungsmittel

–20 °C bis +80 °C

Bei einigen Bereifungsmaterialien ist zusätzlich ein Shore-Härtegrad angegeben. Dieser ist ein Maß für die Härte von elastischen Materialien wie Gummi, Kunststoffen oder Elastomeren. Je niedriger der Wert, desto weicher und elastischer ist das Material.

Die Shore-Härte beeinflusst die chemische Beständigkeit der Lenkrollen mit Rückenloch indirekt: Während härtere Materialien meist widerstandsfähiger gegen mechanischen Abrieb und das Eindringen von Chemikalien sind, bieten weichere Varianten eine bessere Anpassung für Dichtungen. Zudem können die für die Härte notwendigen Zusatzstoffe die chemische Stabilität gegenüber Lösungsmitteln verändern.

3. Durchmesser und Breite der Rückenloch-Lenkrolle bestimmen

Um das gewünschte Fahrverhalten und den optimalen Rollwiderstand zu erreichen, sind Radbreite und Raddurchmesser der Lenkrollen mit Rückenloch entscheidend.

Raddurchmesser

Durchmesser Details
klein (35–150 mm)

Lenkrollen mit Rückenloch mit Durchmessern zwischen 35 mm und 150 mm ermöglichen kompakteste Konstruktionshöhen, was in engen Räumen und bei niedrigen Unterfahrhöhen vorteilhaft ist.

Allerdings erhöhen kleine Rollen auch die Flächenpressung und den Rollwiderstand, sodass höhere Anfahrkräfte erforderlich sind. Bei elastischen Laufbelägen führt das ggf. zu verstärktem Verschleiß und Wärmeentwicklung.

groß (160–200 mm)

Große Durchmesser zwischen 160 mm und 200 mm sind vor allem für Lenkrollen mit Rückenloch in Standard-Ausführungen relevant.

Die Modelle mit diesen Durchmessern reduzieren den Rollwiderstand, da bei gleicher Last und Geschwindigkeit weniger Verformungsarbeit im Laufbelag geleistet werden muss. Dies führt zu deutlich geringeren Anfahrkräften und reduziert die thermische Belastung des Laufbelags bei längeren Fahrtstrecken. Zudem erleichtern große Durchmesser das Überfahren von Hindernissen wie Dehnungsfugen oder Kabelkanälen.

Ein weiterer Vorteil großer Raddurchmesser liegt in der vergrößerten Aufstandsfläche, die die Flächenpressung auf den Untergrund verringert und damit bodenschonender wirkt – besonders relevant bei beschichteten Industrieböden oder Epoxidharzoberflächen.

Radbreite

Die Radbreite beeinflusst vor allem die Spurstabilität und die Lastverteilung. Durch die Bauweise lastet das Gewicht bei Lenkrollen mit Rückenloch eher punktuell.

Je breiter die Rückenloch-Lenkrolle, desto besser verteilt sich die Last über eine größere Kontaktfläche und reduziert damit die punktuelle Beanspruchung von Boden und Laufbelag. Zudem erhöhen breite Lenkrollen die Kippstabilität des Transportgeräts, was beim Transport von hoch aufragenden Gütern sicherheitsrelevant ist. Auch hier sind die Lenkrollen mit Rückenloch in Standardausführung mit großer Radbreite erhältlich.

Gut zu wissen: Bei der Auswahl von Raddurchmesser und Radbreite gilt, dass je schwerer die Last und je unebener der Untergrund, desto größer sollten beide Werte gewählt werden.