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Jungheinrich PROFISHOP

Schutzstufen beim Atemschutz

Atemschutzmasken dienen der Vorbeugung von Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz. Schutzstufen beim Atemschutz machen deutlich, welche Art von Atemschutzmaske für welchen Arbeitsbereich und welche Tätigkeit erforderlich ist.

Allgemeine Informationen zu Atemschutzmasken

Schadstoffe in der Luft stellen ein tückisches Gesundheitsrisiko dar. Oftmals kaum wahrnehmbar, weder sichtbar noch zu riechen oder schmecken, können Feinstaubpartikel in der Luft, giftige Gase oder Dämpfe die Gesundheit maßgeblich beeinträchtigen. Die gefährlichen Stoffe können krebserregend oder auch radioaktiv sein. Andere Partikel in der Luft wieder machen sich vor allem durch eine langfristige Konfrontation damit bemerkbar und können im Laufe der Zeit schwerwiegende Atemerkrankungen auslösen. Atemschutzmasken schließen entsprechende Gesundheitsrisiken durch Schadstoffe in der Luft am Arbeitsplatz aus.

Atemschutzmasken sind verpflichtend vorgeschrieben, wenn am Arbeitsplatz die maximale Konzentration von Stäuben, Rauch oder Aerosolen in der Atemluft überschritten wird, die zu gesundheitlichen Schäden führt. Untergliedert werden die Atemschutzlösungen in

Gase- und Dämpfe-Masken sowie

Partikel filtrierende Masken.

Auch gibt es Kombinationslösungen, die einen Gas- und Partikelfilter besitzen. Sie kommen zum Einsatz, wenn gleichzeitig eine Belastung mit Gasen oder Dämpfen sowie mit Partikeln besteht (etwa bei Feuerwehreinsätzen, bei Farbspritzen oder Sprühkleben).

Schutzstufen beim Atemschutz: Die richtige Atemschutzlösung finden

Atemschutzlösungen gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen. Grundsätzlich muss vor dem Gebrauch einer Atemschutzmaske die Konzentration der jeweiligen Gefahrstoffe in der Luft durch Messungen oder Referenzwerte ermittelt werden. Die Art und Menge der Schadstoffe sowie des Sauerstoffgehalts in der Luft muss bekannt sein, um daraus den passenden Atemschutzfilter ableiten zu können. Generell gilt, dass eine Atemschutzmaske vorgeschrieben ist, sobald die vorgeschriebenen Arbeitsplatzgrenzwerte überschritten werden.

Im BGR-/GUV-R 190 ist die Verwendung von Atemschutzgeräten detailliert beschrieben. Da das Tragen einer Atemschutzmaske eine zusätzliche Belastung für den Arbeiter darstellt, gilt: Die Masken sollten so viel Schutz wie nötig bieten und dabei so wenig belastend wie möglich sein.

Um die passende Atemschutzmaske auszuwählen, wurden verschiedene Schutzstufen für den Atemschutz definiert. Die Einteilung richtet sich nach der maximalen Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes der Schadstoffe in der Atemluft. Partikelfilter, die vor Staub, Rauch, Spray und Nebel sowie vor in der Luft enthaltenen Mikroorganismen, Viren und Sporen schützen, werden in die Schutzstufen P1, P2 und P3 unterteilt. Die Schutzstufen entsprechen folgenden Kriterien:

Partikelfilter P1:

Für ungiftigen Feinstaub in der Luft, bis zum 4-Fachen des erlaubten Grenzwertes.

Partikelfilter P2:

Für den Einsatz bei der Verarbeitung von Weichhölzern sowie Fasern von Mineralwolle und Rauch. Erlaubt bis zum 10-Fachen des Grenzwertes.

Partikelfilter P3:

Erlaubt bis zum 30-Fachen des Grenzwertes. Für besonders belastende, giftige sowie krebserzeugende Stoffe.

Eine Auswahlhilfe bei der Wahl einer Partikel filtrierenden Maske gibt folgende Übersicht:

Beispiele für die Anwendung der Filterklasse P1:

  • Schleifen, Schneiden und Bohren von Betonstaub, Mauerwerk/ Beton, Eisen, Rost
  • Reinigung mit auftretendem Staub (z.B. beim Kehren)
  • Einsatz bei Allergien gegen Pollen

Beispiele für die Anwendung der Filterklasse P2:

  • Schleifen, Schneiden, Bohren von Zement, Holz, Stahl, Farben, Lacken
  • Schweißen von Baustahl, Zink
  • Verarbeitung von Glas- und Mineralfasern
  • Einsatz bei Allergien gegen Mehlstaub / Pilzsporen
  • Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen wie Schimmel oder Bakterien der Risikogruppe 2

Beispiele für die Anwendung der Filterklasse P3:

  • Schleifen, Schneiden, Bohren von hochlegiertem Stahl (Edelstählen)
  • Schweißen von Edelstahl oder Thorium-Elektroden
  • Umgang mit Dieselruß / Rauch
  • Arbeiten mit Asbest
  • Umgang mit Viren und Bakterien der Risikogruppe 3

Atemschutzmasken mit Gasfilter werden je nach Stoffgruppe in verschiedene Gasfiltertypen untergliedert. Auch hier sind drei verschiedene Leistungsklassen gegeben. Die Gasfilter schützen vor Gasen und Dämpfen, nicht jedoch vor Partikeln.

Eine Auswahlhilfe bei der Wahl einer Gase- und Dämpfe-Maske gibt folgende Übersicht:

Schutzstufe ABE:

Kleben mit Schwefeldioxid

Kleben mit Hydrogenchlorid ( Salzsäure)

Schutzstufe ABEK:

Abbeizen mit ammoniakhaltigem Abbeizmittel

Umgang mit Gülle

Umfang mit Gefahrgutlager / Transport (Schutzstufe ABEK-P3)

Schutzstufe ABEP3:

Schweißen von PU-Beschichtungen und Edelstahl

Schutzstufe A1:

Spritzen mit wasserbasierten Lacken mit Restlösemittel

Kleben mit lösemittelhaltigem Kleber

Schutzstufe A2:

Streichen mit lösemittelbasiertem Lack

Umgang mit Waschbenzin / Nitroverdünnung

Schutzstufe A2P2:

Spritzen mit lösemittelbasiertem Lack, Kunstharz

Umgang mit Pflanzenschutzmittel (organisch, verdampfend)

Schutzstufe K:

Umgang mit Ammoniak

Die für die jeweilige Filterklasse höchstzulässige Schadstoffkonzentration ist zu beachten.

Atemschutzmasken kaufen

Bei Jungheinrich PROFISHOP gibt es hochwertige Atemschutzmasken in verschiedenen Schutzstufen zu kaufen. Sowohl Partikel filtrierende Masken als auch Gase- und Dämpfe-Masken sind Bestandteil des vielfältigen Sortiments. Partikel filtrierende Halbmasken gibt es von der kostengünstigen Variante zum schnellen Aufsätzen und in bewährter Qualität bis hin zur leistungsstarken Maske mit besonders hohem Komfort und kaum spürbarem Atemwiderstand. Auch Gase- und Dämpfemasken gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, erhältlich mit den passenden, wechselbaren Filtern für jeden Einsatz.