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Jungheinrich PROFISHOP

Material für Auffangwannen

Auffangwannen dienen dem sicheren Umgang mit wassergefährdenden flüssigen Stoffen. Sie können aus verschiedenen Materialien bestehen und sollten in ihrer Materialausführung auf den jeweils zu lagernden Stoff ausgerichtet sein.

Allgemeine Informationen zu Auffangwannen

Auffangwannen stellen eine Sicherheitsmaßnahme zur Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern dar. Sind Gefahrstoffe flüssig sowie wassergefährdend, so müssen sie in Auffangwannen oder in Behältern gelagert werden, die über integrierte Auffangwannen verfügen. Die Auffangwannen dienen dazu zu verhindern, dass Gefahrstoffe in das Erdreich oder in Gewässer eindringen. Sie sind flüssigkeitsdicht und müssen in ihrer Beschaffenheit gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Die rechtlichen Regelungen zu Auffangwannen und ihrer Notwendigkeit sind im Wasserhaushaltsgesetz (WHG), § 62, geregelt. Darüber hinaus unterliegen sie den Regeln des Bauproduktengesetzes. Handelt es sich um Auffangwannen aus Stahl, so gelten bis zu einem Volumen von 1.000 Litern die Bestimmungen der Stahlwannenrichtlinie (StawaR).

Auffangwannen aus Stahl

In vielen Bereichen der Industrie und des Gewerbes kommen Auffangwannen aus Stahl zum Einsatz. Sie sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, zum Beispiel
  • mit unterschiedlich großem Fassungsvermögen,
  • als stationäre oder fahrbare Auffangwanne,
  • als stapelbare Auffangwanne,
  • als Paletten-Aufsatzwanne,
  • als Auffangwanne mit Spritzschutzwand,
  • als Lager- und Transportpalette mit Auffangwanne
  • als Großvolumen-Auffangwanne oder auch als
  • Kleingebindeauffangwanne

Darüber hinaus gibt es so genannte Flachwannen aus Stahl, die ein besonders großes Auffangvolumen bieten, hochflexibel einsetzbar sind und über eine hohe Traglast verfügen. Sie dienen dem Schutz des Bodens und können auch mit Staplern befahren werden. Schnell lassen sich Flachwannen aus Stahl aufbauen und individuell erweitern oder umstellen. Auffahrrampen platziert werden.

Für die Auffangwannen aus Stahl gelten die Vorschriften der StawaR, der Stahlwannenrichtlinie, die in der Bauregelliste A Teil 1 des Deutschen Instituts für Bautechnik geführt werden. Zu den wichtigsten, dort festgehaltenen Anforderungen an Stahlwannen zählen:

  • Die Auffangwanne muss flüssigkeitsdicht sein.
  • Sie muss beständig gegen den eingelagerten Stoff sein
  • Sie muss, handelt es sich um einen rostenden Stahl, über einen entsprechenden Korrosionsschutz verfügen. Der Unterboden muss auf Korrosion prüfbar sein.
  • Bei Stahl beträgt die Mindestwanddicke 3 mm.
  • Bei Edelstahl beträgt die Mindestwanddicke 2 mm.
  • Werden Schweißkonstruktionen eingesetzt, so müssen diese den Eignungsnachweis des Schweißers tragen.
  • Grundsätzlich muss die Auffangwanne über 5 cm hoch sein und zudem 2 cm Freibord über dem Flüssigkeitsspiegel besitzen.
  • Sollte die Wanne mit Gitterrosten abgedeckt werden, so muss der Gitterrost über der Höhe des Flüssigkeitsspiegels liegen.

Stahl und Edelstahl machen die Auffangwannen besonders robust. Diese Materialausführung eignet sich nicht nur für die Einlagerung aggressiver, sondern auch brennbarer Flüssigkeiten. In der praktischen Sondervariante mit Spritzschutzwand können Gefahrstoffe besonders sicher abgefüllt und gelagert werden.

Neben Stahl gibt es weitere Materialien, die für Auffangwannen in Frage kommen und nachfolgend erläutert werden.

Auffangwannen aus Polyethylen und GFK

Als Material für Auffangwannen kommen neben Stahl und Edelstahl auch Polyethylen und glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) zum Einsatz. Auffangwannen aus Kunststoffmaterial eignen sich besonders, um Kleingebinde darin aufzubewahren. Sie werden in Handwerk und Industrie, aber auch in Laboren gerne verwendet.

Auffangwannen aus Polyethylen weisen eine sehr hohe chemische Beständigkeit auf. Sie zeigen sich gegen viele Säuren, Laugen, Öle sowie andere aggressive Gefahrstoffe beständig. Für entzündbare Flüssigkeiten sind sie allerdings nicht zugelassen.

Es gibt Auffangwannen aus Polyethylen in verschiedenen Ausführungen, zum Beispiel:

  • Mit unterschiedlich großem Lagervolumen
  • Mit und ohne Gitterrost
  • Zum Aufstellen auf den Boden oder auf eine Europalette
  • Mit Füßen, Rollen oder Kufenunterbau

Kunststoff-Auffangwannen sind sehr belastbar, korrosionsfest und können mit Stapler und Hubwagen leicht verfahren werden.

Auffangwannen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) sind sehr flexibel einsetzbar. Sie schlagen gekonnt den Bogen zwischen Stahl und Kunststoff und vereinen die Vorzüge dieser beiden Materialien miteinander. Glasfaserverstärkter Kunststoff weist eine sehr hohe chemische Beständigkeit auf und kann damit zur Lagerung von Ölen, Säuren und Laugen (bis pH-Wert 8), für gewässergefährdende Flüssigkeiten der GHS-Kategorien 1-4 sowie für brennbare Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von > 55 °C eingesetzt werden.

Ein weiterer Vorteil der Auffangwannen aus GFK ist die geringere Kontrollpflicht im Vergleich zu Auffangwannen aus Stahl.

Auffangwannen aus Stahl oder Kunststoff kaufen

Ob Auffangwannen aus Kunststoff oder Stahl – im Jungheinrich PROFISHOP gibt es das passende Modell für jeden Lagerungsbedarf. Das große Sortiment umfasst Auffangwannen in vielen verschiedenen Material- und Größenklassen sowie Sicherheitswannen in verschiedenen Ausführungsvarianten. Regalboden- und Einhängewannen stehen ebenso zur Verfügung wie Fassregale mit Auffangwannen, Paletten-Auffangwannen oder Flachbodenwannen. Großvolumige Behälter können ebenso sicher eingelagert werden wie Kleingebinde. Alle Auffangwannen können bequem online bestellt werden und entsprechen den geltenden gesetzlichen Vorschriften zur Lagerung von Gefahrstoffen.