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Brandschutzbestimmungen im Betrieb

Brandschutzbestimmungen im Betrieb sind wichtig, um Brände in ihrer Entstehung und Ausbreitung zu verhindern und Rettung für Mensch und Tier im Brandfall zügig zu ermöglichen.

Brandschutzbestimmungen im Betrieb

Ein Brand in einem Betrieb kann schwere Folgen haben: Personen können zu Schaden kommen – und auch die wirtschaftlichen Schäden eines Brandes können enorm sein und Unternehmen gar an den Rand ihrer Existenz bringen. Die häufigsten Brandursachen sind:
  • Unsachgemäßer Umfang mit Stoffen und Einrichtungen
  • Fehlende Unterweisung der Mitarbeiter in die Brandschutzbestimmungen
  • Mangelndes Gefahrenbewusstsein im Umgang mit Gefahrstoffen

Häufig sind Defekte in der Elektrik, die in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben – kommen doch heute in vielen Bereichen deutlich mehr elektrische Geräte und Maschinen zum Einsatz.

Umso wichtiger im Hinblick auf die Brandrisiken und die daraus resultierenden schweren Folgen für Mensch, Umwelt und Betrieb ist ein gutes Brandschutzkonzept, das die gesetzlichen Brandschutzbestimmungen für Betriebe aufgreift und umsetzt. Die Mitarbeiter sollten über die Brandschutzbestimmungen ausreichend informiert und aufgeklärt werden.

Die Brandschutzbestimmungen umfassen einerseits Präventionsmaßnahmen, um die Entstehung und Ausbreitung eines Brandes von Vorneherein zu verhüten und Gefahren abzuwenden – andererseits auch die Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, wenn ein Brandfall eintritt. Der so genannte vorbeugende Brandschutz umfasst alle Maßnahmen, die

die Entstehung von Bränden verhindern,

die einer Brandausbreitung vorbeugen,

die die Brandbekämpfung ermöglichen,

die Gefahrenabwehr bei einem Brandfall vorbereiten,

die Folgeschäden eines Brandes so gering wie möglich halten.

Der vorbeugende Brandschutz setzt sich zusammen aus Komponenten, die dem baulichen, dem anlagetechnischen und dem organisatorischen Brandschutz angehören.

Der bauliche Brandschutz

Der bauliche Brandschutz umfasst Vorschriften, bauliche Anlagen möglichst so anzuordnen, aufzustellen und zu unterhalten, dass ein Brand in seiner Entstehung und Ausbreitung verhindert werden kann und im Brandfall die Lösch- und Rettungsarbeiten so gut wie möglich durchgeführt werden können. Dabei müssen beim baulichen Brandschutz vor allem berücksichtigt werden:

  • Brandverhalten von Baustoffen
  • Widerstandsfähigkeit der Bauteile gegenüber Feuer
  • Abstände von Gebäudeteilen
  • Zugänge, Zufahrten und Flächen für die Feuerwehr im Brandfall
  • Absicherung von Öffnungen durch Brandschutztüren und Brandschutzklappen
  • Einplanung von Flut- und Rettungswegen durch feuersichere Treppenhäuser und Notausgänge

Der anlagentechnische Brandschutz

Der anlagentechnische Brandschutz soll dazu dienen, einen Brand möglichst frühzeitig zu erkennen und eine schnelle Brandbekämpfung zu ermöglichen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Brandmelde- und Alarmanlagen
  • Automatische Löschanlagen
  • Hydranten oder Steigleitungen als Brandschutzeinrichtungen
  • Rauch- und Wärmeabzüge
  • Blitzschutz- und Überspannungsanlagen
  • Sicherheitsbeleuchtungen und Notlichter

Der betriebliche / organisatorische Brandschutz

Der organisatorische Brandschutz vereint alle Maßnahmen in sich, die sich um die Einhaltung von vorgeschriebenen Brandschutzbestimmungen drehen, um die Sicherung feuergefährlicher Arbeiten und um die Schulung der Mitarbeiter zum Verhalten im Brandfall. Dazu zählen unter anderem:

  • Festlegung eines betrieblichen Brandschutzkonzeptes
  • Aufstellung einer Brandschutzordnung
  • Erstellung von Brandschutzplänen, Feuerwehr- und Alarmplänen
  • Schulung der Mitarbeiter für den Brandfall
  • Durchführung von Lösch- und Rettungsübungen
  • Ernennung eines Brandschutzbeauftragten im Betrieb
  • Organisation der Prüftermine von anlagentechnischen Maßnahmen
Kontrolle der Brandschutzbestimmungen

Brandschutzbestimmungen einhalten: Brandschutzbeauftragte ernennen

Die Brandschutzbestimmungen im Betrieb umfassen viele Aufgaben und Anforderungen, die organisiert werden müssen. Ein eigens bestellter Brandschutzbeauftragter kann diese Aufgaben übernehmen und die Unternehmensleitung in Fragen rund um den betrieblichen Brandschutz beraten. Der Brandschutzbeauftragte trägt dafür Sorge, dass das Brandschutzkonzept gewahrt wird, das Brandschutzordnungen aufgestellt und aktuell gehalten werden und dass die brandschutztechnischen Einrichtungen instandgehalten werden. Ein eigener Brandschutzbeauftragter ist meist nur in größeren Unternehmen möglich. Kleinere Betriebe haben jedoch auch die Möglichkeit, jemanden zu benennen, der sich um Brandschutzbestimmungen, Flucht- und Rettungswegpläne kümmern und diese stets auf dem neuesten Stand hält. Geht es um komplexere Aufgaben, wie die Durchführung von Brandschutzübungen oder neue notwendige Brandschutz-Maßnahmen, so können diese Aufgaben auch einem externen Experten übertragen werden.

Grundsätzlich ist ein Arbeitgeber, der Mitarbeiter beschäftigt, dazu verpflichtet, sich um den Arbeitsschutz in seinem Gebäude zu kümmern. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Arbeitgeber nur Mieter oder Eigentümer eines Gebäudes ist. Der Arbeitgeber muss seinen Betrieb so organisieren, dass der Schutz seiner Beschäftigten gewährleistet ist.

Muster-Checklisten zum Brandschutz im Betrieb

Die VdS Schadenverhütung GmbH mit Sitz in Köln hat Muster-Checklisten zum Brandschutz im Betrieb erstellt, die dabei helfen, die vorhandenen Sicherheitseinrichtungen rund um den Brandschutz zu beurteilen sowie geforderte Prüf- und Instandhaltungstermine einzuhalten. Ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht – die Checklisten können jedoch als Unterstützung herangezogen werden, um die betrieblichen Brandschutzbestimmungen umzusetzen und aktuell zu halten.

http://www.vds-industrial.de/fileadmin/pdf/1.10_-_Checkliste.pdf